13.10.2018 10:32

Möge die Macht des Zinseszinses mit Ihnen sein!


Gemäss dem jährlich publizierten Sorgenbarometer der Credit Suisse bereiten der Schweizer Bevölkerung im Jahr 2017 die Themen «Altersvorsorge» und «Arbeitslosigkeit» am meisten Kopfzerbrechen. Es lohnt sich daher, die eigene Altersvorsorge wieder einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

In diesem Artikel legen wir den Fokus auf den Zinseszinseffekt. Nicht ohne Grund wurde der Zins in der beruflichen Vorsorge (2. Säule) früher als der dritte Beitragszahler, neben Arbeitgeber- und -nehmerbeiträgen, bezeichnet. Im heutigen Tiefzinsumfeld ist dies leider nicht mehr der Fall. Für das Jahr 2018 beträgt der BVG-Mindestzinssatz 1% und für das Jahr 2019 hat die BVG-Kommission dem Bundesrat eine Senkung auf noch 0.75% empfohlen. Zurzeit besteht die Möglichkeit auf höhere Renditen nur durch risikoreichere Anlagestrategien in der 2. und 3. Säule. Gestützt auf die BVG-Referenzindizes der Bank Pictet sind damit auf lange Sicht Renditen von 3% bis 4% möglich.

 

Aber was für Auswirkungen haben solche Zinsdifferenzen auf Ihr zukünftiges Altersguthaben? Aufgrund der sehr langen Anlagehorizonte in der Vorsorge können die Unterschiede massiv ausfallen. Die nachfolgende Grafik kann Ihnen dabei erste Hinweise geben.

 

Ausgangslage:

Über 30 Jahre werden jedes Jahr am 1. Januar CHF 6'000 in die Vorsorge einbezahlt und mit den angegebenen Zinssätzen verzinst. Steuer- und Kosteneffekte wurden dabei nicht berücksichtigt.

 

 

Fazit:

Aus einer Gesamteinzahlung von CHF 180'000 (30-mal CHF 6'000) können also entweder ca. CHF 200'000 (Zins: 0.75%) oder ca. CHF 350'000 (Zins: 4%) werden. Der Entscheid liegt bei Ihnen. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und möge die Macht des Zinseszinses mit Ihnen sein.

Michael Häusermann


Park Consulting AG